Jahresprogramm 2004
"Die verborgene Tat"

Unter dem Titel "Die verborgene Tat" beschäftigt sich das Jahresprogramm 2004 mit der Wahrnehmung von Dingen, deren tatsächliche Wahrheit und Bedeutung im Verborgenen vermutet wird. In fünf Ausstellungen und Projekten wird die Wahrnehmung von sichtbarer und unsichtbarer Realtiät in unterschiedlicher Weise hinterfragt. Fiktive Verbrechen dienen dabei als Fallbeispiele für unsere Wahrnehmung, die sowohl durch die Medien, soziale und politische Machtstrukturen und durch indivuelle Erfahrung geprägt ist.

Programmübersicht

Michael Zinganel: "Akte Langenhagen"
26. März 2004 - 14. Mai 2004
Ein Projekt zur Spurensicherung in Kunst und Verbrechen
Leitung: Michael Zinganel, Architekturtheoretiker, Künstler und Kurator (lebt in Wien/Graz, *1960)
Spurensicherungsworkshop (26. März - 1. April 2004)
Langenhagener Bürger ermitteln fiktive "Verbrechen" in Langenhagen. Ein Workshop zu einer anderen Stadtwahrnehmung.
Ausstellungen: Beweisführung I (2. April - 18. April 2004)
Die ermittelten "Verbrechen" werden anhand von Indizien vorgestellt
Beweisführung II (24. April - 14. Mai 2004)
Michael Zinganel inszeniert die "Ermittlungsergebnisse" des Workshops in einem fiktiven Polizeirevier neu

Helmut & Johanna Kandl: "Haus der Frauen"
28. Mai - 11. Juli 2004
Helmut & Johanna Kandl (leben in Berlin/Wien, *1953/*1954)
Der Kunstverein wird als Vorstadtkino inszeniert, in dem der Film "Haus der Frauen" zu sehen ist. Der Film erzählt scheinbar die Lebensgeschichte einer neureichen Russin. Die Wahrheit bleibt im Verborgenen.

"Die verborgene Tat"
20. August - 2. Oktober 2004
Valérie Favre, Henriette Heise, Thomas Lüer, Hannes Malte Mahler, Julia Neuenhausen, Amelia Seymour, Hans Winkler und Bettina Hutschek
Bilder, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen, Installationen, Videos + Performance

Michaela Melián: "Locke Pistole Kreuz"
22. Oktober - 3. Dezember 2004
Michaela Melián (lebt in der Nähe von München, * 1956)
In einer Dia-Installation mit Musik und in genähten Zeichnungen stellt die Künstlerin Verbindungen her zwischen historischen und gegenwärtigen Begebenheiten in Hannover und Langenhagen.

Liza McConnell: "Landschaftsbilder"
17. Dezember 2004 - 13. Februar 2005
Liza McConnell (lebt in New York, * 1973)
Aus Glühlampen, ausrangierten Farbeimern, Handlupen, Mundwasser, Motorenöl und Watte gestaltet die Künstlerin einfache Projektoren, die überraschende Bilder erzeugen: Licht und Farbspiele lassen die Illusion gemalter Landschaftsbilder entstehen.