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KroOt
KroOt Juurak
06.07.2017 – 03.09.2017

Wir laden Sie herzlich ein für The Place of the Grave, die erste Performance während der Ausstellung KroOt, am Donnerstag, 06.07.2017 ab 19 Uhr.
Mit ein Grußwort von Frank Kurzhals, Vorstand und einem Einführung bei NoOr Mertens, Direktorin.

Auf Einladung des Kunstvereins Langenhagen übernimmt die estnische Künstlerin KroOt Juurak (Tallinn, 1981) sowohl Raum als auch Kontext eben dieser Kunstinstitution. Anstatt mit Objekten zu vermitteln, arbeitet sie mit anderen Formen der Transmission: Sie kommuniziert durch und mit Bewegungen, Sprache(n), Stimmungen, Missverständnissen, Annahmen oder physischen Empfindungen. Ihre Arbeit ist ephemer und stimuliert oftmals andere Sinne als den visuellen. Dennoch ist ihre Arbeit sehr kommunikativ. Sie hinterfragt und fokussiert oft auf Klischees und Erwartungen innerhalb alltäglicher Kommunikation. Eine der Kernfragen, auf der ihre Arbeit fußt, ist: Was vermittelt man (als Künstler) und für wen?

Während des Ausstellungszeitraums ändert KroOt Juurak ihren Namen zu KroOt. Mit diesem Akt wird ihr Name zu einem Ort, der an andere Künstler vermietet wird, von denen einige KroOt als Plattform benutzen werden, zu performen. Als KroOt Juurak 2014 das V NU Performance Festival kuratierte, schrieb sie, dass ein Teil von ihr sich, wenn sie eine Arbeit sehr wertschätzt, vorstellt, dass diese von ihr selbst sei. Das ist exakt das, was durch die Änderung ihres Namens und die Inanspruchnahme desselben durch andere "Nutzer" passiert - ein Akt, der gleichermaßen danach fragt, wer produziert und wer konsumiert.

Die Ausstellung zeigt Performances die nicht wirklich Performances sind, Künstler, die Künstler oder auch keine Künstler sein können und Performer, die performen oder dies auch eben nicht tun. Es gibt nicht viele Momente, in denen man "sich setzen und zuschauen" kann - weil die Performances auch die Formen von Workshops, Stimmungen, Konversationen oder einer Bewegung annehmen werden. Jedes der Werke könnte die komplette Ausstellung repräsentieren. In anderen Worten: die Ausstellung besteht nicht aus Werken, sie ist in jedem Werk.

Neben einer Anzahl von temporären Veranstaltungen, die im weiteren Verlauf in detaillierter beschrieben werden, wird Ihr Besuch der Ausstellung durch einen Audio-Guide und eine externe Stimmung begleitet, damit wird die Ausstellung als eine andauernde Performance adressiert.
Ein Audio-Guide ist ein bekanntes Instrument, welches in Kunstinstitutionen benutzt wird, um Besuchern zusätzliche Informationen über die ausgestellten Werke zu vermitteln. In KroOt wird der durch den Audio-Guide geführte Besucher zum Protagonist in einer nonvisuellen "Ausstellung". Bad Mood, außerdem während des Ausstellungszeitraum zu erleben, wird sich selbst durch Besitzergreifung der Mitarbeiter des Kunstvereins darstellen und damit jeden Besucher mit beeinflussen.

Kroot Juurak, (geb. 1981, Tallinn), ist eine Choreografin und Performance-Künstlerin, deren Arbeit, die aus Performances, Präsentationen, Texten, Workshops und Stimmungsänderungen besteht, die Grenzen zwischen Performance und Choreografie angreift. Sie graduierte 2003 in Tanz und Choreografie am ArtEZ, Arnhem und erhielt einen MA in Freier Kunst am Sandberg Institute, Amsterdam. Sie zeigte ihre Arbeiten in einer Vielzahl von Formen, unter Ander an folgenden Orten: Tallinn Art Hall (2017), International Figurentheater Festival Erlangen (2015), Stromereien Festival, Zürich (2014), Tanzquartier Wien (2013), Ellen de Bruijne Projects, Amsterdam (2013), Venice Biennale “oO” Pavillion (2013), Mindaugas Triennial, Contemporary Art Center, Vilnius (2012), ImPulsTanz, Wien (2012), de Appel Art Centre, Amsterdam (2012), Super deLuxe, Tokyo (2011), Künstlerhaus Büchsenhausen, Innsbruck (2010) und deSingel, Antwerpen (2008).

English

You are cordially invited for The Place of the Grave, the first performance during the exhibition KroOt, at Thursday, July 6, from 7pm.
With a opening word by Frank Kurzhals, member of the board, and an introduction by NoOr Mertens, director.

On the invitation of Kunstverein Langenhagen, Estonian artist KroOt Juurak (Tallinn, 1981) takes over the space and context of this very art institution. Instead of mediating through objects, she works with other ways of transmission: she communicates through movements, language(s), moods, misunderstandings, assumptions or physical sensations. Her work is ephemeral and often stimulates other senses than sight. Yet it is very communicative. It often interrogates and focuses on clichés and expectations within day-to-day communication. One of the questions that are at the root of her work is: what do you mediate (as an artist) and for whom?

During the exhibition KroOt Juurak changes her name into KroOt. With this act, her name becomes a venue to be rented out to other artists, several of whom will use KroOt as a platform to perform. When KroOt Juurak curated the V NU Performance Festival in 2014, she wrote that when she sees a work she really appreciates, part of her imagines it to be her own work. This is precisely what happens by changing her name and letting it inhabit by other ‘users’ – an act that questions at the same time who is producing and who is consuming. The exhibition presents performances that are not really performances, artists that may or may not really be artists, performers who may and may not be performing. There aren’t many occasions where you can “sit down and see” – because the performances also take the form of a workshop, a mood, a conversation or a movement. Each of the works could represent the whole exhibition. In other words: the exhibition is not made up of works, it is in each work.

In addition to a number of temporary events, discussed more in depth below, your visit during the exhibition is accompanied by an audio guide and an external mood, thus addressing the exhibition as an ongoing performance.

An audio guide is a well-known devise used in art institutions, where it provides the visitor with extra information about the works on view. In KroOt, the audio-guided visitor becomes the main protagonist in a non-visual ‘exhibition’. Bad Mood, also on view for the whole duration of the exhibition, will perform itself, by inhabiting the people who staff the Kunstverein, therewith affecting every visitor as well.

KroOt Juurak (b. 1981, Tallinn) is a choreographer and performer whose work, which comprises of performances, presentations, texts, workshops, mood shifts, challenges fixed definitions of choreography and performance. She graduated in dance and choreography from ArtEZ, Arnhem in 2003 and obtained an MA in Fine Arts from Sandberg Institute, Amsterdam. She has presented her work in a variety of forms at venues including Tallinn Art Hall (2017), International Figurentheater Festival Erlangen (2015), Stromereien Festival, Zürich (2014), Tanzquartier Wien (2013) Ellen de Bruijne Projects, Amsterdam (2013), Venice Biennale “oO” Pavillion (2013), Mindaugas Triennial, Contemporary Art Center, Vilnius (2012), ImPulsTanz, Vienna (2012), de Appel Art Centre, Amsterdam (2012), Super deLuxe, Tokyo (2011), Künstlerhaus Büchsenhausen, Innsbruck (2010) and deSingel, Antwerp (2008).

Programm/Programme

Eröffnungs-performance / Opening performance: The Place of the Grave – KroOt Juurak
Lecture performance in Englischer Sprache/in English
Do. 6 Juli – ab 19:00 Uhr / Thu July 6 – from 7pm
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Diese Präsentation trägt anonyme Geschichten und Territorien zu Grabe: sie fördert sie zuerst zu Tage und legt sie offen, um dann angesichts von Erfahrungen des Verschwindens, von Erwartungen und von der Pflicht eines (bescheidenen) Erinnerns um sie trauern zu können. Indem KroOt Juurak ihre Identität in den Kontext von Märchen stellt, ruft sie eine Vielzahl von performativen Strategien auf. In ihrer Geschichte lässt sie sich auf das Akzeptierte, auf Klischees und auf mit Bedeutung aufgeladene Handlungen ein, um uns auf einen gewagten Weg zurück in die Kindheit einzuladen, wo dem, was aus dem noch Unbekannten entsteht, mehr Raum als dem Geplanten entgegengebracht wird.


This lecture buries anonymous stories and territories: It unearths, reveals and then allows to grieve for them while exploring the notions of disappearance, expectancy, and the duty of memory with regard to modesty. KroOt Juurak invokes a multiplicity of approaches centered around performance, often placing her identity in the context of fables. This history of engaging with the accepted, cliché, and charged act undertakes ambitious walks or offers transport back to a childhood while avoiding to plan and giving space to what arrives from the unknown.

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Performances für Haustiere / Performances for Pets – KroOt Juurak und/and Alex Bailey
7. und 8. Juli – 12:00-18:00 Uhr / July 7 and 8 – 12pm-6pm
1 und 2 September, 12:00-18:00 Uhr / September 1 and 2 – 12pm-6pm
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KroOt Juurak und Alex Bailey beschäftigen sich seit 2014 mit Performances für Haustiere. Neben der Erkundung der Vorlieben und des Humors unserer tierischen Begleiter geht es auch darum, dass die Unterhaltungsmöglichkeiten von Haustieren, die von zu Hause aus arbeiten, oft nicht als tatsächliche Arbeit anerkannt werden. Mit dem Ziel, wenigstens einen Teil dieser Gunst zurückzugeben, haben Juurak und Bailey die Performances für Haustiere entwickelt, die individuell an die Interessen von Hunden, Katzen und anderen Tieren angepasst wurden und auf der Grundlage von Vorbesprechungen durch ihre Besitzer ausgelegt sind. Performances für Haustiere wurden bereits über 100 Mal mit Haustieren in Zürich, Erlangen, Brüssel, Bristol, Tallinn, Berlin, Wien und Ravensburg durchgeführt.

Performances für Haustiere sind als speziesübergreifende Performances speziell für "Haustiere" konzipiert, der Verlauf jeder Performance wird vor allem durch die Persönlichkeit der Tiere (Alter, Geschlecht, Interessen ...) und ihre Handlungen bestimmt. Die menschlichen Darsteller stimmen auf die Tiere ein, für die sie performen. Daher sind die Performances als direkte, unvorhersehbare und offene Kommunikationsform zu verstehen: ein Angebot, das die Tiere auch zurückweisen können. Die "Haustiere" werden zu Empfängern und brechen mit der Tradition der Tiere, die trainiert werden, um Menschen zu unterhalten. Juurak und Bailey versuchen, eine Zone der Unerkennbarkeit zwischen dem Menschen und dem Nichtmenschen zu finden, was auf eine Entanthropomorphisierung ihrer Beziehungen unter Bevorzugung der Suche nach Ähnlichkeiten in Hinblick zwischen den Lebensumständen von Tieren und Künstlern hindeutet.

Am 7. Und 8. Juli zwischen 12:00 und 18:00 Uhr finden Performances für Hunde statt. Am 1 und 2 September finden ein zweites Mal Performances statt, diesmal sowohl für Hunde als auch Katzen. Für Katzen werden die Performances in den eigenen vier Wänden organisiert. Langenhagenerinnen und Langenhagener, Hannoveranerinnen und Hannoveraner, die glauben, ihr Haustier könnte Gefallen an einer kostenlosen Privatvorstellung im Kunstverein Langenhagen finden, werden gebeten, sich bei NoOr Mertens zu melden (0031643986415 oder mertens@kunstverein-langenhagen.de).


KroOt Juurak and Alex Bailey have been dealing with performances for pets since 2014. In addition to exploring our companion species' tastes and humor, the project also address the fact that entertainment provided by pets working from home is often not recognised as actual work. In an aim to return at least part of this favour, KroOt Juurak and Alex Bailey ended up devising Performances for Pets, individually adapted to the interests of dogs, cats and other species based on preliminary briefings by their owners. Performances for Pets has already been performed over 100 times to pets in Zürich, Erlangen, Brussels, Bristol, Tallinn, Berlin, Vienna, Ravensburg. 

Performances for Pets are interspecies performances specifically designed for “pets”, the course of each performance is determined primarily by the personality of the animals (age, gender, interests...) and their actions. The human performers attune to the animals they are performing for. Accordingly, the performances are to be understood as a direct, unpredictable and open-ended form of communication: an offer that the animals can also withdraw from. The "pets" become recipients, breaking with the tradition of animals being trained to entertain humans. Juurak and Bailey try to find a zone of indiscernibility between the human and the nonhuman, suggesting a de-anthropomorphisation of their relationships in favor of assuming similarities regarding the life and sense making quest of animals and artists. 

At July 7 and 8, between 12pm and 6pm, performances for dogs will take place at the Kunstverein. At September 1 and 2, there will be a new series of performances, this time for both cats and dogs. The performances for cats will take place in their home environment. If you know a pet who might be interested to see a 20-25 minute performance please contact NoOr Mertens (0031643986415 or mertens@kunstverein-langenhagen.de). Participation is free.

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The Intensive Curses und/and The Presentation – von "Galerie" - eine immaterielle Galerie für Immaterielle Kunstwerke / By "Galerie" - an immaterial gallery for immaterial artworks
14. Juli / July 14
15:00 – 17:00 Uhr / 3 – 5pm The Intensive Curses
**einfaches Essen wird zwischen The Curses and The Presentation serviert / simple food is served in between The Curses and The Presentation
18:00 – 19:30 Uhr / 6 – 7:30pm The Presentation
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The Intensive Curses
The Intensive Curses ist ein Workshop mit einer Dauer von zwei Stunden über Kunstwerke, vermittelt durch Kunstwerke. Durch verschiedene Prozesse und praktische Übungen werden wir künstlerische Arbeiten über verschiedene Sinne wahrnehmen. The Intensive Curses ist zeitgenössische Kunstgeschichte, jedoch eher ein Vergnügungspark als ein Museum - ein "Museumspark". Während The Intensive Curses werden wir Werke von KroOt Juurak, Valentina Desideri und Pontus Pettersson betrachten und wahrnehmen.

The Intensive Curses ist kostenfrei. Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben, senden Sie bitte eine Email an NoOr Mertens via mertens@kunstverein-langenhagen.de.

The Presentation 
The Presentation ist eine Lecture-Performance, die das Geschäftsmodell und die Aktivitäten von Galerie vorstellt, einschließlich der Rolle von Repräsentation und Ökonomie. Wie verkauft man einen Witz? Wie repräsentiert man einen Konflikt? The Presentation wird zudem zudem Fragen in Hinblick auf die Überschneidung des Kommerziellen und des Affekts sowie die Lokalität oder Ortsbezogenheit immaterieller Kunstwerke behandeln. Es wird außerdem Zeit für Fragen geben.

Galerie
Galerie wurde im Jahr 2014 von Simon Asencio und Adriano Wilfert Jensen gegründet. Die Mission der Galerie ist es, die immaterielle Gegenwart zu fördern: Werke, die nicht auf ein Objekt oder auf die Dokumentation einer Handlung reduziert werden können. Galerie ist eine Performance, ein Business und ein Projekt. Als immaterielle Galerie hat Galerie keinen Standort und existiert in bestehenden Kontexten und Veranstaltungsorten. Seit ihrer Gründung im Jahr 2014, hat Galerie sich an einer breite Palette von Aktivitäten beteiligt. Sie hat beispielhaft gearbeitet in Veranstaltungsorten wie der Material Art Fair (Mexiko City, 2017); Jan Mot (Brüssel, 2017); Art Rotterdam (Rotterdam, 2016) und De Appel (Amsterdam 2016).
Galerie vertritt Kunstwerke von KroOt Juurak, Mårten Spångberg, Audrey Cottin, Valentina Desideri, Jan Ritsema, Alex Bailey, Hana Lee Erdman und Pontus Pettersson. Weitere Informationen finden sie under www.galerie.international.


The Intensive Curses
The Intensive Curses is a workshop of two hours about artworks, delivered through artworks. Through various procedures and practical exercises we will view works experientially. The Intensive Curses is contemporary art history but more like an amusement park, than a museum - “a museum park”. During The Intensive Curses we will visit artworks by KroOt Juurak, Valentina Desideri and Pontus Pettersson.

The Intensive Curses is free of charge. If you are interested to join, please send an e-mail to NoOr Mertens at mertens@kunstverein-langenhagen.de

The Presentation
The Presentation is a performance lecture introducing the business model and activities of Galerie, including the role of representation and economy. How do you sell a joke? How do you represent a conflict? The Presentation will also address questions about the intersection of the commercial and the affective and the locality of immaterial artworks. It will include time for questions as well.

Galerie
Galerie was founded in 2014 by Simon Asencio and Adriano Wilfert Jensen. The mission of Galerie is to promote immaterial objecthood: works that cannot be reduced to an object or to the documentation of an action. Simultaneously a commercial entity, a performance and a research project, Galerie has been involved in a wide range of activities since its launch in 2014. Galerie has been working in venues such as Material Art Fair (Mexico City, 2017); Jan Mot (Brussels, 2017); Art Rotterdam (Rotterdam, 2016); De Appel ( Amsterdam 2016) a.o.
Galerie is representing artworks by Krõõt Juurak, Mårten Spångberg, Audrey Cottin, Valentina Desideri, Jan Ritsema, Alex Bailey, Hana Lee Erdman and Pontus Pettersson. For more information see www.galerie.international

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Studium der phantastischen Anatomien/Studies on Fantasmical Anatomies – Anne Juren
Performance
31. August, 19:00-20:30 Uhr / August 31, 7pm-8:30pm
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In ihrem Studium der phantastischen Anatomien versucht die Choreografin Anne Juren die kontextuellen Grenzen des Begriffs Choreographie zu erweitern, indem sie einen kreativen phantasievollen Raum vorschlägt, in dem die Choreographie im Körper des Betrachters steht.

Von einer Stimme geführt, verzerrt die Performance die Membranen des Zuschauers (Zuschauer find ich bei Performance besser, man kann auch Teilnehmer sagen - klingt fast wie interaktiv, ist es so?), um die inneren und unbekannten Teile seines Körpers zu "bereisen". Indem sie dies tut, veranlasst sie eine Änderung und ein Umschreiben in der Wahrnehmung sowohl dessen, was ein Körper ist als auch wo seine Grenzen sind und stört die Logik der Anatomie durch die Schaffung von unerwarteten Beziehungen. Die Performance versucht, die individualistischen Ideologien zu destabilisieren und zu dekonstruieren und sich von dem Wunsch nach Privatsphäre, normativen Mustern und logischen Beziehungen zu entfernen. Während dieser Reise im eigenen Körper ist der Betrachter (wieder das gleiche - Zuschauer oder Teilnehmer, wobei Betrachter jetzt auch nichts ist, worüber ich stolpere) in verschiedenen Zuständen kinästhetischer, sensorischer, geistiger und kosmischer, cannibalistischer Erfahrungen beschäftigt. Eine Landschaft von phantasmagorischen und delirierenden Räumen steht offen, wo dysfunktionale Beziehungen und unvorstellbare Handlungen stattfinden können, die die Beziehungen zwischen innerer und äußerer Empfindung beunruhigen.

Anne Juren (1978, Grenoble) ist Choreografin, Tänzerin und Performerin mit Sitz in Wien. 2003 war sie zusammen mit dem bildenden Künstler Roland Rauschmeier Mitbegründerin des Vereins Wiener Tanz- und Kunstbewegung in Wien. Ihre Choreografien und künstlerischen Recherchen wurden in internationalen Theatern, Festivals und anderen Kunsträumen und Veranstaltungsorten präsentiert. In ihrer Arbeit versucht Juren den Begriff Choreografie zu erweitern und den Körper verschiedenen Zuständen von physischen, sensorischen, kinästhetischen und geistigen Erfahrungen auszusetzen und die Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Bereich in Frage zu stellen.


In her Studies on Fantasmical Anatomies choreographer Anne Juren attempts to expand the contextual boundaries of the term choreography by proposing a creative imaginative space in which the choreography is placed inside the body of the spectator.

Led by a voice, the performance distorts the membranes of the spectator in order to travel the inner and unknown parts of its body. Doing this, it imposes an unreading of what a body is and where its borders are and disrupts the logic of anatomy by creating unexpected relations. The performance attempts to destabilize and deconstruct the individualistic ideologies, and move away from the desire of privacy, normative patterns and logical relationships. During this trip inside its own body, the spectator is engaged in different states of kinesthetic, sensorial, mental and cosmic cannibalistic experiences. A landscape of phantasmagoric and delirious spaces is open, where dysfunctional relations and unimaginable actions can take place, troubling the relations between inner and outer sensations.

Anne Juren (1978, Grenoble) is a choreographer, dancer and performer based in Vienna. In 2003, she co-founded together with the visual artist Roland Rauschmeier the association Wiener Tanz- und Kunstbewegung in Vienna. Her choreographic works and artistic researches have been extensively presented in international theatres, festivals, and different art spaces and venues. In her work, Juren tries to expand the term choreography in engaging the body in different states of physical, sensorial, kinaesthetic and mental experiences, questioning the boundaries between private and public spheres.

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Künstlergespräch mit KroOt Juurak / Artist talk with KroOt Juurak
2 September, 19 Uhr / September 2, 7pm

Begleit- und Vermittlungsprogramm

Geführte Rundgänge / Guided tours
Kunstverein am Sonntag / Kunstverein on Sunday
6. August, 15:30 Uhr / August 6, 3:30pm
3. September 15:30 Uhr / September 3, 3:30pm

Kunstverein am Abend / Kunstverein in the evening
20. Juli, 18:00 Uhr / July 20, 6pm
24. August 18:00 Uhr / August 24, 6pm

Naheliegende Berufe / Nearby professions
Zu dem Inhalten der Ausstellung werden aus thematisch naheliegende Berufsfeldern Experten für Vorträge über ihre Arbeit eingeladen, die einen anderen Blick auf die gezeigten Arbeiten ermöglichen. Für KroOt werden wir ein Katzenpsychologe einladen. Der Termin wird separate bekannt gegeben.

In relation to the content of the exhibition, experts will be invited to give a lecture on their work, which will allow a different view of the work on show. For KroOt a cat therapist is invited. The date will be announced separately.

Die Teilnahme für das gesamte Program ist kostenlos. / Participation for the entire program is free.

Disclaimer

Der Veranstaltungsort Kr__t, der normalerweise für die Präsentation und Produktion von Werken von Krõõt Juurak verwendet wird, ist seit dem 6. Juli 2017 umbenannt in KroOt und vertritt die Arbeit von anderen Künstlern. Im Prozess des "Mietens" ihres Namens bezahlen die eingeladenen Künstler mit ihrer Arbeit. Nach dem Ende der Ausstellungsdauer (September 2017) können die "Mieter" Teile oder ihre ganze Arbeit von KroOt zurückfordern.

The venue Kr__t that is normally used for presentation and production of work by Krõõt Juurak, is since July 6th 2017 renamed KroOt and consequently hosts work by other artists. In the process of “renting” her name the invited artists “pay” with their work. After the end of the exhibition period (September 2017) the “renters” can reclaim parts or all of their work from KroOt.