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Die wechselnde Erscheinung

27.05. - 08.07.2018
Eröffnung: Sonntag 27 Mai, 14 - 17 Uhr

Mit Arbeiten von Anna, Stefano Calligaro, Dina Danish, Hendrik-Jan Hunneman, Rhoda Kellogg, Christopher Knowles, Marijn van Kreij und Isabel Nolan.

“Ein Objekt ist nicht so an seinen Namen gebunden dass man nicht einen anderen finden könnte, der besser zu ihm passt.” - René Magritte in Die Worte und die Bilder, 1929 

Die wechselnde Erscheinung spricht von der Mehrdeutigkeit der Dinge (und der Kunst) und der Allgegenwart dieser Ambiguität. Mehrdeutigkeit liegt nicht nur in den Kunstwerken und deren Schöpfern selbst, sondern sie ist auch präsent in den Augen des Betrachters, und sie wird durch den Kontext, in dem etwas gezeigt wird, noch verstärkt. 

Obwohl ein Kunstobjekt mit dem tiefgehenden Bedürfnis gemacht wird, zu kommunizieren und ein aktiver Teil der Welt zu werden, will und kann es dies nicht auf eindeutige Weise. Es ist ‚multipel’. Zusätzlich zur individuellen Ambiguität eines Artefakts ist ein solches nur selten isoliert, sondern in einem Netz von Beziehungen situiert. Henri Matisse sagte einst: “Das Objekt ist ein Schauspieler. Ein guter Schauspieler kann eine Rolle in zehn verschiedenen Stücken annehmen; ein Objekt kann eine Rolle in zehn verschiedenen Bildern spielen.” Objekte verändern sich, indem und während sie mit dem Ort und den Objekten um sie herum interagieren. 

Die wechselnde Erscheinung ist Hin- und Rückverweis auf die vorherige Ausstellung Der erweiterte Blick, die den Fokus auf Sichtbarkeit, Transformation als Bestandteil des Kunstwerks und die Metamorphose der Ausstellung als Ganzes richtete. Im Begleittext zu Der erweiterte Blick wurde der Künstler René Daniëls zitiert, der einmal sagte: "Eine Ausstellung ist immer Teil eines größeren Ganzen." In diesem Zusammenhang mag man sich fragen: was ist eine Ausstellung und - was noch wichtiger für diese Präsentation ist - was könnte dann die nächste Ausstellung sein? 

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The Changing Appearance

27.05 – 08.07.2018
Opening: Sunday May 27, 2-5 p.m.

With works from Anna, Stefano Calligaro, Dina Danish, Hendrik-Jan Hunneman, Rhoda Kellogg, Christopher Knowles, Marijn van Kreij and Isabel Nolan.

“An object is not so attached to its name that we cannot find another one that would suit it better.” René Magritte in Words and Images, 1929 

The Changing Appearance speaks of the ambiguity of artobjects and the ubiquity of this equivocalness. Ambiguity does not only reside in a work of art, but is also present in the eyes of the viewer and can be reinforced by the context in which a work is shown. The reception or the act of seeing, just like the object itself, is open-ended. 

Although an art object has a desire to communicate and become an active part of the world, it doesn’t do this in an unambiguous way. It is multiple. In addition to the individualized ambiguity of objects, there exists the possibility of a network of relationships between art objects, and through exhibitions, thereby opening up new readings and meanings. Henri Matisse once said: "The object is an actor, a good actor can play a role in ten different pieces, an object can play a role in ten different images." Objects change through and while they interact with the context and objects around them. 

The Changing Appearance is a reference to The Extended View, the previous exhibition, in which the emphasis was on visibility, the transformation within the artwork itself and the metamorphosis of the exhibition as a whole. In the text accompanying The Extended View the artist René Daniëls was quoted: “An exhibition is always part of a greater whole.” In line with this one might wonder: What is an exhibition and - for this presentation an even more important question - what is in that case the next exhibition? 

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Die Ausstellung wird gefördert von: / This exhibition is made possible by:
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur