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Zur Eröffnung vom ZINNOBER, der Kunstsaisonauftakt in Hannover, moderieren Sebastian Stein und Noor Mertens ein öffentliches Gespräch mit Kurt Ryslavy, Andrea von Lüdinghausen, Mareike Poehling und weiteren geladenen Gästen. Hierbei werden Fragen nach strukturellen Zwängen künstlerischer Autorschaft und Produktion, die damit verbundene nur relative Autonomie von Künstler*innen sowie Potentiale im Hinblick auf institutionelle Kritik diskutiert.

Nach dem Podiumsgespräch findet die Eröffnung der Doppelausstellung von Kurt Ryslavy und ROOMS TO LET statt. Die Satellitausstellung im Leonardo Hotel ist ab 17 Uhr geöffnet. Zwischen dem Kunstverein und dem Hotel fährt einen Shuttlebus (kostenfrei). Ab 21:00 Uhr wird die Band Sorry Gilberto (Berlin) spielen. Jeder ist Wilkommen um mit uns zu diskutieren, die zwei Ausstellungen zu besuchen und später zu tanzen. Für Getränke und
Snacks wird gesorgt.

Kapitel 4, Langenhagen

ROOMS TO LET ist ein mehrteiliges Projekt der Künstlerinnen Andrea von Lüdinghausen und Mareike Poehling. Dabei findet jedes Kapitel in einem anderen Hotelzimmer statt – nach Ulan Bator, Hannover und Hiroshima realisieren die beiden Künstlerinnen das Projekt nun im Leonardo Hotel Hannover Airport, Langenhagen.
Mit Fundstücken, skulpturalen Elementen, Zeichnungen, Fotografien und Videos weben die Künstlerinnen ihre eigenen Geschichten in die heterotopen Räume ein. Sowohl die scheinbare Neutralität als auch die spezifische Atmosphäre des transitorischen Raums und seiner Umgebung beeinflussen ihren Arbeitsprozess.
ROOMS TO LET nutzt das Hotelzimmer als Material, stellt aber auch Fragen zur Rolle des Ausstellungsraums und der künstlerischen Praxis. Aus diesem entwickelt sich eine vielschichtige Intervention.

Adresse:
Leonardo Hotel Hannover Airport
Petzelstrasse 60
30669 Langenhagen

Öffnungszeiten der Ausstellung im Hotel:
Mittwoch 28.8. 17 – 22:00 Uhr
Donnerstag 29.8. 11 – 19:00 Uhr
Freitag 30.8. 11 – 19:00 Uhr
Samstag 31.8. 11 – 19:00 Uhr
Sonntag 1.9. 11 – 19:00 Uhr

Anfahrtsweg:
Zwischen dem Kunstverein und dem Hotel fährt ein Shuttlebus (kostenfrei).

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Ab Hannover Hbf: S-Bahn S 5 nach Hannover Flughafen, dann 4 Min. zu Fuß (400 m)

Mit dem Auto:
9 Min. ab dem Kunstverein Langenhagen (siehe Karte)
Parkplatzmöglichkeiten am Hotel, weisen Sie sich als Besucher von ROOMS TO LET aus.

Was macht Kurt Ryslavy beruflich? Diese scheinbar unkomplizierte Frage enthüllt ein zugrunde liegendes Thema, mit dem Ryslavy in seinen Werken spielt. Der in Österreich geborene Künstler/Weinhändler/Schriftsteller/Sammler/Sonntagsmaler spielt mit Ideen des Amateurismus und der Professionalität seines Lebensstils, seiner Kunstwerke und der Kunstwerke anderer. Dabei kreiert er Kunstwerke aus Rechnungen und Mitteilungen seines Weingeschäfts und vermischt stets die Unterscheidung zwischen seiner Rolle als Künstler, Sammler sowie Kunst- und Weinverkäufer.
In seinen Verkaufswerken kreiert er beispielsweise Verpackungen für Arbeiten anderer KünstlerInnen, die in Form eines Austausches in seine Sammlung gekommen sind, um die Attraktivität eines Kaufs von (wertvollen) Werken zu steigern. Immer wieder spielt er mit dem Tabu eines Kunstwerks, das für den Verkauf in der hochprofessionellen Kunstwelt geschaffen wurde. Mit der Ausstellung verweist er auf Olfaktorische Probleme, Probleme der Malerei und Probleme der Wiederholung. Eine multisensorische Installation thematisiert die kommerzielle und die nicht kommerzielle Wiederholung, sowie Originalität und Routine (bzw. die Abhängigkeit von Routine als eine Art inhaltliche Korruption) in der kunstlerischen Arbeit.

Kurt Ryslavy bespielt sowohl den Raum des Kunstvereins als auch die ehemalige Kapelle im Langenhagens Eichenpark. Die Kapelle ist zu Fuß in 10 Minuten zu erreichen und jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Darüber hinaus kann sie nach Absprache besichtigt werden.

Während der Ausstellung erscheint eine neue Publikation, die die sogenannten Verkaufswerke von Kurt Ryslavy beleuchtet.

Kurt Ryslavy, Der österreichische Wein

mit den Künstlerinnen Andrea von Lüdinghausen und Mareike Poehling

11.00 h – 19.00 h sind Mareike Poehling und Andrea von Lüdinghausen im Hotelzimmer anwesend.
15.00 – 16.00 h: Führung durch die Installation

Eine Ausstellung kuratiert vom amerikanischen Künstler Craig Drennen und Noor Mertens

Die Ambiguität und Illusion der Realität steht im Mittelpunkt des ambitioniertes Projekts Depiction, Again in dem die möglichen Bedeutungen zweidimensionaler Bilder zentrales Thema sind. KünstlerInnen aller Epochen haben mit der Bedeutung des zweidimensionalen Bildes gespielt, mit der Darstellung, Kopie, Wiederholung, Faksimile, Variation, Spiegelung und den vielfältigen Beziehungen, die die Bilder mit der von uns wahrgenommenen Realität haben. Mit den technischen Entwicklungen in Informationsbereitstellung und der Produktion von Bildern in den letzten rund 150 Jahren ist die Beziehung zwischen Bildern und Realität wie auch der Distribution dieser Bilder (und daher auch der Informationen) immer komplexer geworden.
Anstatt von einer Hyperrealität (einer Illusion der Wirklichkeit, die durch die visuelle Kultur geschaffen wird) auszugehen, fügt diese Ausstellung sich in die Tradition des Simulacrums ein. Das Bild der Welt entsteht auf der Grundlage dessen, was in den Medien gesehen wird. Die Realität basiert auf etwas, das die Menschheit selbst entwickelt hat (in Film und Medien). Es gibt kein Original mehr.

Dieses Projekt ist zusammengestellt in Kollaboration mit dem Künstler Craig Drennen. Während der Ausstellung wird die gesamte Ausstellungskonstellation einmal verändert, um einen anderen Blick zu ermöglichen. Die Arbeiten verdeutlichen in ambitionierter und vielschichtiger Weise den konstanten “Verrat” oder die Illusion der Bilder.

U.a. mit Werken von Shimon Minamikawa, Daan van Golden und Craig Drennen

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