25.10.20, 15:30 - 17:00, Veranstaltung

Kuratorische Führung durch die Ausstellungen

Eine Führung durch die Ausstellungen mit der Kuratorin Noor Mertens.

6.1.21 – 21.2.21, Der Verein

Kunstverein Langenhagen sucht eine neue künstlerische Leitung und Geschäftsführung

Der Kunstverein Langenhagen sucht ab 1.6.2021 als Nachfolge für Noor Mertens, die an das Kunstmuseum Bochum wechselt, eine künstlerische Leitung und Geschäftsführung. Wir suchen eine inspirierende und kommunikative Persönlichkeit, die das eigenwillige Programm des Kunstvereins Langenhagen fortführt, weiterentwickelt und mit einer engagierten Kunstvermittlung verbindet. Wir wünschen uns eine Person, die mit einer großen gestalterischen Freiheit das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm plant und umsetzt. Das aktuelle Ausstellungsprogramm läuft noch bis Winter 2021. Wir bieten eine Teilzeit Festanstellung von 26 h pro Woche mit einem Gehalt von 2200 Euro Brutto (eine Erhöhung ist beantragt). Weitere freie Mitarbeiter*innen, wie zum Beispiel eine wissenschaftliche Volontärin und ein Vermittler sind derzeit als Honorarkräfte für den Kunstverein tätig.

Die Aufgaben umfassen:

  • Gemeinsam mit einem kleinen engagierten Team sind Sie für die Konzeption, Koordination und Umsetzung des vom Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur geförderten Jahresprogramms zuständig. Dazu gehören die Organisation der Ausstellungen und des Vermittlungsprogramms.
  • Sie sind verantwortlich für die Repräsentation des Kunstvereins. Dazu gehört die aktive Kommunikation mit der Presse und weitere Öffentlichkeitsarbeit.
  • Sie sind zuständig für die Einwerbung sämtlicher Finanzierungen für das Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm bei öffentlichen Stellen und einschlägigen Stiftungen, sowie deren Abrechnung und Verwendungsnachweise.
  • Sie sind verantwortlich für die Geschäftsführung des Vereins inklusive Buchhaltung.
  • Sie kümmern sich um die Zusammenarbeit mit der Stadt Langenhagen, der Region Hannover, dem Land Niedersachsen, Stiftungen, Interessengemeinschaften und privaten Förderern.
  • Sie pflegen eine verantwortungsbewusste und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Vorstand und Beirat.

Wir freuen uns auf Ihre digitale Bewerbung, die

  • ein kurzes Motivationsschreiben
  • eine Skizze eines Ausstellungs- und Vermittlungsprogramms (2 Seiten)
  • einen Lebenslauf
  • Beispiel eines selbstverfassten Textes ((nicht länger als 2.000 Wörter) umfassen sollte.

Bewerbungsschluss: 21.02.2021

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte per E-Mail an: vorstand@kunstverein-langenhagen.de

Bewerbungsgespräche finden Ende März statt, die Termine werden später bekannt gegeben.

Bei Fragen zur Institution wenden sie sich bitte an mail@kunstverein-langenhagen.de. Bei Fragen zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an vorstand@kunstverein-langenhagen.de.

19.1.21, Gespräch

Künstlerinnengespräch - Patricia Esquivias (in englischer Sprache)

Begleitend zur Ausstellung Cardón Cardinal werden wir uns am 19. Januar um 19 Uhr bei einem online-Künstlerinnengespräch mit Patricia Esquivias über ihre Arbeit und Arbeitsweise und ihr Projekt für den Kunstverein unterhalten. Um sich zur Teilnahme an dem Gespräch anzumelden oder wenn Sie Fragen an die Künstlerin haben, schreiben Sie uns unter: mail@kunstverein-langenhagen.de

3.2.21 – 21.3.21, Einzelausstellung (Derzeit)

Patricia Esquivias - Cardón cardinal

Patricia Esquivias (Venezuela, 1979) baut ihre Arbeiten aus Erinnerungen, Anekdoten und Gesprächen auf. In ihren Videoarbeiten erzählt sie selbst, während sie Dokumente, Fotos und Objekte vor einer fest installierten Kamera präsentiert, wobei sie jegliche Nachbearbeitung vermeidet. Es handelt sich, ganz im Sinne des Storytellings um mündliche Zusammenfassungen, die von der Künstlerin ausgiebig recherchiert und in konzeptionelle Karten und Bildarchive übersetzt werden. Darüber hinaus schafft Patricia Esquivias Objekte, in welchen sie wichtige Abbildungen, Symbole und Fragmente aus dem Kosmos ihrer Geschichten aufgreift und diese wiederum im Raum mit den Videoarbeiten verknüpft.

Eine historische Erzählung ist nur so überzeugend und glaubwürdig wie ihr Autor oder ihre Autorin. Esquivias’ Werk ist wie ein Blick in die Gedanken einer Künstlerin, deren Videoarbeiten historische Theorien untersuchen, die durch ein eigenwilliges, urkomisches und höchst subjektives Glaubenssystem gefiltert wurden. Dabei entsteht eine neue, faszinierende Form von faktenbasierter, selbstkritischer Fiktion. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeiten von der in Venezuela geborenen und inzwischen in Madrid und Guadalajara lebenden und arbeitenden Künstlerin sind das Verhältnis von Alter und Neuer Welt mit indirekten Kommentaren zur Kolonialgeschichte.

In ihren Arbeiten vermischen sich Mikrogeschichten auf scheinbar zufällige Weise mit der großen “Geschichte” und enthüllen die Unmöglichkeit, Geschichten auf lineare, einfache und objektive Weise zu erzählen. Für den Kunstverein Langenhagen entwickelt sie eine neue Arbeit, in der mexikanischen Kakteen eine Hauptrolle zufällt. “Cardón cardinal” ist die Geschichte des Riesenkaktus, welcher anlässlich der Weltausstellung Expo92 in der Mexikanischen Wüste ausgegraben, mit dem Flugzeug nach Sevilla geflogen wurde; und der dort eingepflanzt heute zwar noch immer steht, aber langsam aber sicher vertrocknet. Ganz ohne ihre eigene Interpretation darzulegen erzählt Patricia Esquivias eine Geschichte die zum einen auf koloniale Praktiken verweist, zum anderen aber auch verdeutlicht wie, nach Abebben eines (großen oder kleinen) repräsentativen Spektakels, Verantwortlichkeiten verwischt, vergraben oder weggeschoben werden können...

24.2.21, Gespräch

Online Leseklub: Siri Hustvedt - Keine Konkurrenz

Für unseren nächsten Online-Leseclub, der am Mittwochabend, dem 24. Februar, um 19:30 Uhr stattfindet, lesen wir den Essay 'Keine Konkurrenz' der Schriftstellerin Siri Hustvedt. Lesen und Diskutieren Sie mit! Sie können sich für diesen Online-Leseklub-Abend anmelden unter: mail@kunstverein-langenhagen.de. Wir schicken Ihnen das Essay gerne zu.

"Ein besonders schöner, augenöffnender Essay – jedenfalls in Bezug darauf, wie Männer auf Frauen schauen – ist „Keine Konkurrenz“, in dem Hustvedt eine Begegnung mit Karl Ove Knausgård schildert. Im Rahmen eines Interviews fragt ihn Hustvedt, warum in seinem gigantischen Werk „Kämpfen“, das hunderte Referenzen auf Autoren enthält, nur eine Frau genannt wird: Julia Kristeva. Seine Antwort: Keine Konkurrenz. Die Antwort verfolgt sie.

Und sie kommt zu dem Schluss, dass ein männlicher Autor sich in der Konkurrenz zu anderen männlichen Autoren beweist, beweisen muss. Interessanterweise sei Knausgård ein Autor des Gefühls. Er nimmt also keine prototypische männliche Haltung ein (wonach der Mann kalter, rationaler Verstand ist). Aber womöglich ist das der Grund, warum Knausgård sich von den Brontës oder Woolfs dieser Welt abgrenzen muss – wäre er sonst nicht eine von ihnen?"

(Marlen Hobrack: "Der Blick der Männer auf Frauen" in: TAZ, 23.07.2019)

Siri Hustvedt in der 'Sternstunde Philisophie' des SRF Kultur: https://www.youtube.com/watch?v=Iz-wIH-jth4

14.4.21, Gespräch

Online Leseklub

Der Text für unseren nächsten Online-Leseclub, der am Mittwochabend, dem 14. März, um 19:30 Uhr stattfindet, wird bald an dieser Stelle bekanntgegeben. Lesen und Diskutieren Sie mit! Sie können sich für diesen Online-Leseklub-Abend anmelden unter: mail@kunstverein-langenhagen.de.

17.4.21 – 13.6.21, Gruppenausstellung

Temporäres Heimatmuseum

Mit bestehenden und neuen Arbeiten von Salim Bayri, Aurelie Ferruel & Florentine Guedon, Viola Yeşiltaç, Julia Schmid, Beni Bischof, Hartmut El Kurdi und mit Objekten aus dem Stadtarchiv Langenhagen.

Heimat ist ein konstruierter Begriff. Außerdem ist es ein Begriff mit - besonders im deutschen Kontext - getrübter Bedeutung. Im Winter 2021 verwandelt sich der Kunstverein Langenhagen temporär in ein Heimatmuseum. Mit diesem Projekt werden die Probleme und Möglichkeiten, die Nostalgie, der Schmerz und die Sehnsucht, die das Heimat-Konzept umgeben, auf provokante aber gleichzeitig spielerische Weise dargestellt.

Was viele Menschen als eine eher altmodische Institution erleben, bekommt mit diesem Projekt eine ganz andere und hoffentlich relevantere Form. Das temporäre Heimatmuseum konzentriert sich auf die lokale, regionale und internationale Bedeutung des Konzepts von 'Heimat'. In der Projektvorbereitung wird Alistair Hudsons "Useful Museum" als Inspiration genommen, in dem die soziale Funktion von Kunst und Kunstinstitutionen erforscht und anerkannt wird. Mit dem temporären Heimatmuseum wird versucht, eine Institution aufzubauen, die die verschiedenen Gemeinschaften, mit der sie zusammenarbeitet, manifestieren.

1.11.21 – 9.1.22, Einzelausstellung

Cinzia Ruggeri - verschoben

Cinzia Ruggeri (*1945 †2019) war eine italienische Künstlerin und Designerin. Sie gründete 1977 ihr eigenes Label und wurde bald zu einer der erfinderischsten Designerinnen ihrer Generation. Ruggeris Definition eines Kleides, einer Tasche oder von Schuhen ist nicht bloße Bekleidung, sondern vielmehr eine Kreuzung zwischen Performance und Architektur - eine Weiterentwicklung dessen, wie der menschliche Körper den Raum bewohnen kann. Eines der Dinge, die ihren Ansatz definiert, ist die Neuinterpretation von ‘Funktion’: Sie war die erste Künstlerin die, Jahrzehnte vor anderen Designern, erfolgreich mit technologisch verbesserter Kleidung experimentierte. Durch ihre Titel erobern Ruggeris’ Werke schließlich das Territorium der Sprache und thematisieren dort den spielerischen Wechsel zwischen Form und Funktion. Durch ihre persönliche Grammatik schuf Ruggeri Werke, bei denen die Energie zwischen den realen Geschichten, die sie hervorgebracht haben, und dem subjektiven, persönlichen Gebrauch, an den sie sich ständig anpassen, verschoben wird.