12.7.21, 19:00 - 21:00, Veranstaltung

Vor-Verhandlungen #2 mit Beatrice von Bismarck: Transposition - Verhandlung im Kuratorischen

In der zweiten Ausgabe der Serie Vor-Verhandlungen zur Theorie und Praxis von Kunst und ihrer Vermittlung hält die Kunsthistorikerin Beatrice von Bismarck einen Vortrag mit dem Titel Transposition. Die Veranstaltung findet im Garten des Kunstvereins statt.

Transposition - Verhandlung im Kuratorischen

Alle an einer kuratorischen Konstellation Beteiligten sind in Umsetzungsakte eingebunden, die, ganz allgemein gesprochen, mit dem Wechsel relativer Verortung einhergehen. Menschliche und nicht-menschliche Akteure erfahren Verlagerungen, von einem Ort, einer Zeit, von einem sozialen, ästhetischen, ökonomischen, kulturellen oder diskursiven Zusammenhang zu einem anderen. Der Wechsel zwischen Medien, Sprachen, Disziplinen und Kulturen ist in die Geschichte der Mitwirkenden fortan eingeschrieben, Verwandlungen von professionellen Rollen oder gesellschaftlicher Stellung, von Funktion und Status gehören zu den für die Mitwirkung notwendigen Erfahrungen. Diese Prozesse der Transposition, - der spezifischen Positionierung als Ergebnis von Bewegung, - sind die Voraussetzung für die kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Grenzziehungen und Differenzierungen, Status, Hierarchie und Abhängigkeiten der menschlichen und nicht-menschlichen Mitwirkenden im Kuratorischen. Der Beitrag umkreist dieses Potential am Beispiel verschiedener zusammenwirkender künstlerischer und kuratorischer Positionen.

Die Vortrags- und Diskussionsserie Vor-Verhandlungen will Zugänge auf die Geschichten, Kontexte und Diskurse, die für einen Austausch über Kunst und ihre Vermittlung eine Rolle spielen anbieten. Der von uns verwendete Begriff "Verhandlung“ geht davon aus, dass Kunst und ihre Präsentation eine Aufforderung beinhalten, sich über das Gezeigte, Inszenierte und Aufgeführte auszutauschen, vielleicht sogar zu streiten. Perspektiven aus Ästhetik, Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Politik und Philosophie bieten dabei Ansatzpunkte für eine Vertiefung solcher Verhandlungen.

21.7.21 – 6.8.21, 12:00 - 17:00, Veranstaltung

Freiraum für Gedanken und Bauwerke #4

Sommerferienprogramm im Kunstverein Langenhagen für jede und jeden von 6 bis 120 Jahren

Wo und wie willst du spielen? Bau dir deinen eigenen Spielfreiraum. Unter dem Motto „Freiraum für Alle!“ bauen wir mit einfachen Materialien, eigenen Ideen und im guten Austausch miteinander: Häuser, Raketen, Höhle, Objekte, Möbel, Computer oder anderes. Eingeladen sind alle, die Lust haben gemeinsam Dinge zu machen und Sachen auszuprobieren. Nach Belieben kann gesägt, gehämmert, gebohrt, gebunden, gewebt, genäht und gemalert werden. Was dabei entsteht? Eine riesige Kunstbaustelle, auf der fast alles erlaubt ist und immer wieder etwas Neues entsteht: eine Hütte mit Beule, eine Säule mit Eule, eine Brücke mit Kopf, ein Ball mit Zopf … ? Zeigt uns, wo euer Pinsel sägt und der Hammer hängt. Bauzeit #4 wird begleitet von Künstlerinnen und Künstlern, die anders als gewöhnlich den Ort nicht selbst bespielen, sondern den ‘bauwütigen’ Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen assistieren. Es wird Raum gegeben für den Austausch von Ideen, zum Diskutieren, Experimentieren, Planen, Bauen und Rumhängen. Material ist vor Ort vorhanden und kann auch aus eigenen Kellern, Garagen oder spontan vom Sperrmüll mitgebracht werden.


Praktisches:

Zeitraum: Mittwoch 21. Juli bis Freitag 6. August Montags bis Freitags von 12 bis 17 Uhr.

(Bau-)Materialien stehen zur Verfügung, eigenes Material kann gerne mitgebracht werden.

Der große Garten ermöglicht es uns, gut Abstand zu halten und trotzdem gemeinsam zu arbeiten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung unter mail@kunstverein-langenhagen.de oder unter 0511 54307230 oder vor Ort


Der Freiraum wird großzügig unterstützt von:

NEUSTART KULTUR Programm mit Geldern der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

23.7.21 – 25.7.21, Veranstaltung

Mobiler Kunstverein: ALLE BAUEN MIT

AUFRUF

Du hast altes Zeugs im Keller; Schränke, Bretter, Wäscheständer … ? Restmaterial, mit dem man bauen kann … ?

HER DAMIT!

Auch Dinge, mit denen Du immer mal was machen wolltest, zum Flohmarkt oder so. Jetzt ist die Zeit da:

BRING UNS ALLES VORBEI !!

Wir bauen von Freitag 23. Juli bis Sonntag 25. Juli. Von 10-17 Uhr auf dem Parkplatz am Wagummer Hof, neben dem Rathaus, Ecke Konrad-Adenauer-Straße und Schönefelder Straße und brauchen Baumaterial aller Art !

Wenn du Lust hast: BAU MIT UNS!

Was wird eigentlich gebaut? Vielleicht etwas zum Unterstellen und Durchgehen? Ein mobiler Kunstverein? Ein Kiosk?

ENTSCHEIDE MIT!

Oder trinke im Schatten eines Sonnenschirm heißen Ingwer-Tee mit Zitrone und schau zu wie wir bauen.

Wir eröffnen das Gebaute – egal wie weit wir gekommen sind: am Sonntag 25. Juli um 18 Uhr.

KOMMT ALLE !! ALLE BAUEN MIT !!

Du oder Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an 0511 54307230 oder schreibt eine email an mail@kunstverein-langenhagen.de


Der mobile Kunstverein kommt zu Ihnen und zu Euch: im Sommer 2021 bewegt sich der Kunstverein Langenhagen mit einer mobilen Infrastruktur durch verschiedene Stadteile Langenhagens. Wie eine Sonde setzt diese Struktur an unterschiedlichen Orten in Langenhagen auf und wird dort von Künstler*innen für ihre Vorhaben genutzt. Dabei wird sie wahlweise zum Treffpunkt, zum Transportvehikel, zur Bar, zum Lager, zum Infostand, zum Werkzeugkasten, zum Teesalon, zum Aushängeschild oder zu etwas anderem.

ALLE BAUEN MIT wird von Markus Zimmermann in Zusammenarbeit mit Maja Nacke durchgeführt. Eine zweite Bausitzung ist im September geplant.


Der mobile Kunstverein wird großzügigst von Stiftung Kunstfonds, der VGH Stiftung und dem Landesverband Soziokultur Niedersachsen e.V.

Wir danken der Stadt Langenhagen für die Parkplatznutzung und die hilfreiche Unterstützung.

24.7.21, 18:00 - 19:00, Veranstaltung

Performance von Aurélie Ferruel & Florentine Guédon

Am Samstag den 24. Juli um 18 Uhr findet im Rahmen des Temporären Heimatmuseums im Garten des Kunstvereins eine Performance von Aurélie Ferruel & Florentine Guédon statt.

Die Performance wird mit den Glasperücken von ihrer gemeinsamen Skulptur und einem einzelnen Kleidungsstück für die beiden Künstlerinnen gemacht. Sie will ein festliches Zusammenkommen herstellen, bei dem sich tief in die Augen geschaut und gesungen und Grimassen gezogen und vom neuen Wein aus der Gegend, in der Aurélie und Florentine leben gekostet werden kann. Die beiden Künstlerinnen feiern mit dieser Performance ihre seit 10 Jahren währende gemeinsame Arbeit.

29.7.21, 17:00, Veranstaltung

Gespräch zu Spiel, Lernen, Bildung, Kunst, Vermittlung und Öffentlichkeit

Gesprächsrunde zu Spielen, Lernen, Bildung, Kunst, Vermittlung und Öffentlichkeit mit Maximiliane Baumgartner, Leo Heinik und Lothar Pätz am Donnerstag 29. Juli um 17h im Garten des Kunstvereins

Im Rahmen von Freiraum für Gedanken und Bauwerke #4 findet am Donnerstag nachmittag ab 17h eine Gesprächsrunde zu selbstbestimmtem Spielen, Lernen, Bildung, Kunst, Vermittlung und Öffentlichkeit mit Maximiliane Baumgartner aus Düsseldorf, Leo Heinik aus München und Lothar Pätz aus Langenhagen statt. Maximiliane Baumgartner arbeitet als Künstlerin in Düsseldorf, war Mitinitiatorin verschiedener künstlerischer Aktionsfelder und Spielsettings (u.a. von Der Fahrende Raum) und forscht und lehrt am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln. Leo Heinik ist Künstler, aktuell zusammen mit Ludwig Bader Co-Koordinator des Fahrenden Raums München und Mitorganisator von Ruine München. Lothar Pätz ist Vorsitzender des Vereins Abenteuerland in Langenhagen.

Das Gespräch findet um 17h nach dem Freiraum im Garten des Kunstvereins statt. Es wird freundlich gefördert von Neustart Kultur Programm mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

20.8.21 – 31.12.21, Einzelausstellung (Derzeit)

Alex McNamee An der Schwelle zur Krümmung (seit Sommer 2020)

Dieses Kunstwerk der britisch-kanadischen Künstlerin Alex McNamee (1990) im öffentlichen Garten zwischen Kunstverein und Musikschule Langenhagen ist eine sich permanent verwindende Installation. Im Sommer 2020 wurden von der Künstlerin mehrere Bäume gepflanzt; zwei Äpfel, zwei Quitten und eine Weide. Einige der bereits vorhandenen Steine wurden zu zeichnerischem Material, von einem Bagger herumgerollt, gewendet und gezogen. Eine der Ecken des Gartens wurde zurückgeschält und in einem Abguss von sich selbst gespiegelt - von Angesicht zu Angesicht - Mimetolithen, sich ewig zuzwinkernd ;'(.

Rosa Kaugummi-Abdrücke aus Keramik, die gekautes Kaugummi imitieren, ausgespuckt und auf das Ende von Schrauen gedrückt – ein asozialer und dennoch funktionaler Akt. Zwei „Clammy Erratic's“ tauchen auf im Garten, den Untergrund der Küste von Kent (England) nachahmend, darin eingebettet sind Fußspuren aus künstlichem Stein, echten Stein, echte Fossilien, künstliche Fossilien. Der zwischen diese beiden „Clammy Erratic“ gepflanzte Weidenbaum wird über viele Jahre wachsen, sich nach außen ausdehnen und die Muscheln zwingen, sich schließlich selbst zu schließen. Futterhäuschen und Sitzstangen für Vögel sind im ganzen Garten aufgestellt worden, die Vögel und Bierflaschen dazu einladen, sich auf ihre welligen Oberflächen niederzulassen. Zwei künstliche Hügel wurden aufgeschüttet, die nach und nach mit Gras und Unkraut überwuchert werden und als wilde Flecken für die Natur und für Stützen für einen schräg gepflanzten Quittenbaum dienen, zu einer Metallzeichnung werdend. McNamee verwendet die Stauden-Performance als Werkzeug, um Materie zu formen. Ihre Arbeit wird weiter werden, rosten, zerbröckeln, wachsen, produzieren, schieben, ziehen und sich verziehen.

Die Installation von Alex McNammee ist freundlich gefördert von Neustart Kultur Programm mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

20.8.21, 16:00 - 20:00, Veranstaltung

SOMMERFEST

mit Musik von DJ Gaylord und Theories, Getränken, der Einweihung von Alex McNamees Skulptur Clammy Erratics als Teil ihrer im Sommer 2020 im Garten installierten Arbeit On the cusp of warping, Ansprachen, alten (Noor Mertens) und neuen Leitungen (Sebastian Stein), genug Abstand, Sonne, Aussichten, Rückblicken und mehr.

Die Installation von Alex McNammee wird freundlich gefördert von Neustart Kultur Programm mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

25.8.21 – 31.12.21, Der Verein (Derzeit)

aktuelle COVID-19 Informationen für Besucher*innen

Besuche von Ausstellungen und Veranstaltungen des Kunstverein Langenhagen fallen seit dem 25. August 2021 unter die 3G-Regelung des Landes Niedersachen. D.h. Besucher*innen müssen einen Impfnachweis, einen Genesungsnachweis oder einen nicht länger als 24h alten Nachweis eines offiziellen Corona-Tests (kein Selbsttest) mitbringen oder sich vor Ort selber testen. In den Räumlichkeiten besteht Maskenpflicht.

31.8.21 – 14.11.21, 19:00, Gruppenausstellung

Wir stolperten den Hügel hinab und begegneten einer Form

Algen, Moose, Harze, Wachse, Öle, Worte, Gefühle, Handlungen, Ansprüche, Ankündigungen, Sehnsüchte, Konventionen, Moden, Schwemmholz, feine Häarchen, Botenstoffe, Vibrationen, sehr alte Echos.

Die Gebinde zu öffnen und die Begriffe zu verunklaren. Hinaus- und Hineingekrochen in das Sein und Werden mit und im Anderen.

Natürlich ist das Gebinde kein Endpunkt, sondern sein momentaner Zustand.

Und es ist wiederum verwoben mit und geformt durch die Eigenschaften, die wir in ihm zu erkennen glauben.

Eröffnung am Dienstag, 31. August ab 19h

Aber wo und was in diesen sich immer neu findenden Bindungen war denn nun meine Rolle?

Und was davon kommt von mir und was wird mir von diesen materiellen Mitarbeiterinnen und Genossinnen vorgeschlagen - nahegelegt - aufgedrängt?

In vermischten Rollen und wechselndem Maße mit Heinrich Dietz, Michael Dobrindt, Henri Michaux, Sybil Montet, Alessandro Pignocchi, Theresa Rößler, Lea Schürmann, Sebastian Stein, Lily Wittenburg und Anderem.

Produzent*innengespräch Mittwoch 29. September, 19 Uhr

Unter dem Tisch hindurch krabbelte ich in Richtung Fenster, von wo aus ich die Mauersegler beobachtete. Es war September, wieso waren sie noch hier? Sie sollten doch längst woanders sein. Es ließ sich auch nicht sagen, ob sie tief oder hoch flogen. Meine Augen folgten ihrem Flug. Ich musste vergessen haben, dass es Vögel waren. Ich bat sie hinein, flog dann gemeinsam mit ihnen durch die Ausstellung, durch die Bücher im Regal, entschuldigte mich für diese violette Unordnung, die auch die Buchseiten einfärbte. Es musste etwas ausgelaufen sein. Mir war auch extrem übel von all dem Text.

Ich erinnerte mich daran, dass wir beim Zusammenstellen und Aufbauen versucht hatten, uns noch stärker von den Dingen, der Stimmung, dem Licht und den Klängen leiten zu lassen. Sehr viel intensiver zum Material hinzusinnen und wahrzunehmen, was es noch war und tat. Den Fäden und Verbindungen, die sich auftaten und ergaben zu folgen. Anstatt nur unsere Vorstellungen und Ideen von ihm durchzusetzen. Es für unsere Zwecke zu benutzen. Es ging darum, uns von dem Material an die Hand nehmen zu lassen. Uns an es abzugeben. Darum, dieses Abgeben und uns an die Hand-nehmen-lassen zu kultivieren.

Davor hatten wir lange Zeit unsere Gesichter auf dem Screen angeschaut. Wie sie da so wackelten, lachten, ohne Körper sprachen und nach Verbindung suchten. Dabei die Finger auf den warmen Tasten, dieses unmerkliche Summen. Die Bücher neben mir, auf dem Tisch, wie sie immer größer wurden und sich langsam in meinen Kopf schoben. Die Pflanze auf dem Fensterbrett, wie sie in meine Augen kippte. Der Boden unter meinen Füßen und durch den Stuhl unter meinem Gesäß, wie er sehr sehr tief dröhnte. Der Kaffeegeruch in der Luft, der meine Rezeptoren anfeuerte. Draußen damals schon das zischend-wummernde Vorbeijagen der Mauersegler. Und die Stimmen und Worte und Bilder aus dem device; der code, durch meine Augen und Ohren in meinen Körper.

Filmscreening von Leviathan (Lucien Castaing-Taylor & Véréna Paravel, 2012) im Kino im Sprengel Donnerstag 14. Oktober, 20.30 Uhr

Es verging eine Weile, bis ich mich langsam aufrichtete. Ich wusste nicht mehr, ob ich schlafe oder mich einfach vergessen hatte. Vielleicht verließen mich die strikten Aufforderungen des morgigen Tages.

24h ACID SURVIVAL Training mit dem ACID COLLÈGE in der Paul Dohrmann - Schule Freitag 10. bis Samstag 11. September

Diese Intimität des Materials, dachte ich, blickte auf mich zurück, veränderte ihre Pfade, löste sie auf und drehte sich. Dieses Wabern, dieses eigenartige Wabern, das ich irgendwann bemerkte, war wie eine Fragmentierung oder eine Verflüssigung, eine Vermengung ohne klare Angaben, ohne Richtung, ohne Karte – eher ein Schwarm, der um mich herum mit mir pulsierte.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Freiburg.

Die Vergemeinschaftung ist nicht planbar.

Auch die Stoffe, die sich nicht miteinander verbinden können.

Wie ist da Werden zwischen ihnen? Wie lassen sich Verbindungen herstellen?

Mit mir und zwischen uns?

Eher unmerklich.

Reißt alles auf, gebt den Untergrund frei.

Einen ungekannten Untergrund, der das Material freisetzt. Und uns auch.

10.9.21 – 11.9.21, 16:00 - 16:00, Veranstaltung

24h ACID SURVIVAL Training vom ACID COLLÈGE in der Paul Dohrmann Schule Hannover

Als Teil von Wir stolperten den Hügel hinab und begegneten einer Form findet ein 24h-ACID SURVIVIAL Training vom ACID COLLÈGE statt: Ihr fühlt euch irgendwie nicht richtig lebendig, obwohl ihr alles kaufen könnt, niemals wirklich Hunger habt und die Sonne scheint? Trotz veganem Bioessen, feiner 2nd-Hand-Kleidung, Demo & direkter Aktion und entwicklungspolitischen Debatten zu nachhaltiger Entwicklung fühlt sich deep down doch alles eher irgendwie … tot an? Bodenmesserkampf und rear choke escape Trainings bringen auch keine Linderung? Und sowieso keine Lust mehr auf Würmermehldrinks und Vitaminspurenelementeknäckebrot oder wieder irgendwo im Wald ausgesetzt werden und nach Hause finden müssen? Überleben macht einfach keinen Spaß mehr?

prep gúrrugu und survival sissi vom ACID COLLÈGE trainieren mit euch für deep ruination, acid survival, ver-mesh-ung mit dem mehr-als-Menschlichen und für mehr Lust am Überleben als Haufen. Oder in anderen Worten, wie es sich trotz im Durchschnitt 4°C plus in 2050 tragisch lachend gut auf den Tod hin zu leben lassen könnte. Zahlreiche gadgets, Übungsideen, neue Rezepte und Equipment sind vorhanden und warten auf euch.

Come 2 more lustfully survive with us!

In unregelmäßigen Abständen organisiert das ACID COLLÈGE solche acid survival trainings. Es sind workshop-artige Sessions, in denen wir versuchen, uns klarer über die Verhältnisse unter denen wir leben und die uns konstituieren zu werden und von dort aus in ein anderes Machen kommen wollen. Durch verschiedene Übungen, Gesprächstechniken, Gedanken- und Körperexperiemnte oder auch indem wir versuchen, unsere Gespräche zu verkörpern. Letztlich geht es darum aus alltäglichen Handlungsabläufen alltägliche Rituale und lebende Infra-Strukturen zu entwickeln, durch die und in denen ein anderes Überleben zu leben möglich werden kann.

more ACID on acidcollege.org

Anmeldung und Info bitte per mail@kunstverein-langenhagen.de

21.9.21 – 23.9.21, Veranstaltung

Mobiler Kunstverein: Raspberries & Diamonds

Als gute Gäste stellen 'Raspberries & Diamonds' eine Bar mit Stift und Papier für Gespräche über Sex und Geld bereit. Ab Oktober erscheint ein Zine mit den gesammelten Gesprächen aus Langenhagen und weiteren Texten und Diskussionen. Bestellung gerne online oder direkt im Kunstverein Langenhagen.

In der Tradition eines Treffpunkts bietet 'Raspberries & Diamonds' eine Plattform für Interaktion und Diskussion, Austausch und Wissen. Gedankenschätze, splitterig und kantig wie Diamanten ebenso wie aufkeimende zarte Bewusstseinsströme werden in die Form einer Publikation überführt. Der performative Modus ist eine Referenz auf Kommunikation als Initiator von Kunst, Reminiszenz ebenso an INFOR-Stände wie an das Cabaret Voltaire.

'in conversation' wird ab Oktober transkribiert und gedruckt sein für Ihr und Euer Lesevergnügen. Die Installations-/Interaktions-Bar Raspberries & Diamonds findet am 21., 22. und 23. September jeweils ab 18 Uhr bei der Kapelle im Eichenpark am Ende der Stadtparkallee in 30853 Langenhagen statt.

'Raspberries & Diamonds' wird organisiert von Melissa M. Logan und Laura Ziegler im Rahmen vom mobilen Kunstverein des Kunstverein Langenhagen.

29.9.21, 19:00 - 21:00, Veranstaltung

Produzent***innengespräch

an Stelle einer Führung machen wir ein Gespräch mit den Produzent*innen der Ausstellung: mit Heinrich Dietz, Michael Dobrindt, Theresa Rößler, Lea Schürmann, Sebastian Stein und Lily Wittenburg.

Die Ausstellung Wir stolperten den Hügel hinab und begegneten einer Form ist über einen längeren Zeitraum gemeinsam aus vermischten Rollen und wechselndem Maße von Heinrich Dietz, Michael Dobrindt, Henri Michaux, Sybil Montet, Alessandro Pignocchi, Theresa Rößler, Lea Schürmann, Sebastian Stein, Lily Wittenburg und Anderem entstanden. An diesem Abend werden wir darüber sprechen, wie wir vorgegangen sind, was dabei wie funktioniert hat, was wir gerne anders machen würden und inwieweit es sich überhaupt davon sprechen lässt, dass es uns gelungen ist, uns “vom Material an die Hand nehmen zu lassen”.

6.10.21 – 8.10.21, 10:00 - 17:00, Veranstaltung

Mobiler Kunstverein: ALLE BAUEN IMMER WEITER

Der mobile Kunstverein präsentiert

Langenhagen Marktplatz. Unendliche Weite. Lange Passagen. Mit Geschäften, Cola, Red Bull und Imbiss. Vodafone und KIK und Woolworth und Douglas und der Post. Die Post ist gut. Die Post darf bleiben. Vor der Post bauen am 6. und 7. und 8. Oktober von 10-17 Uhr WIEDER ALLE MIT oder ALLE BAUEN dieses MAL UM oder IMMER ALLE BAUEN WAS oder ALLE BAUEN IMMER WEITER. Auch die mit den Red Bull- und den Douglas-Tüten. Einfach alle. Alle sollen am 6. und 7. und 8. Oktober irgendwann zwischen 10 bis 17 Uhr vorbeikommen und schauen, wie alle bauen oder nur einige wenige bauen und allen erklären, was eigentlich gebaut werden sollte und warum dieses so und jenes so gebaut werden sollte. Oder allen ihre anderen Gedanken zu dem, was gebaut worden ist, mitteilen.

KOMMT ALLE !! ALLE BAUEN IMMER WEITER !!

Du oder Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an 0511 54307230 oder schreibt eine email an mail@kunstverein-langenhagen.de

Der mobile Kunstverein kommt zu Ihnen und zu Euch: im Sommer 2021 bewegt sich der Kunstverein Langenhagen mit einer mobilen Infrastruktur durch verschiedene Stadteile Langenhagens. Wie eine Sonde setzt diese Struktur an unterschiedlichen Orten in Langenhagen auf und wird dort von Künstler*innen für ihre Vorhaben genutzt. Dabei wird sie wahlweise zum Treffpunkt, zum Transportvehikel, zur Bar, zum Lager, zum Infostand, zum Werkzeugkasten, zum Teesalon, zum Aushängeschild oder zu etwas anderem. ALLE BAUEN IMMER WEITER wird von Markus Zimmermann durchgeführt.

Der Kunstverein dankt der Stadt Langenhagen für die Sondergenehmigung.

Der mobile Kunstverein ist freundlichst gefördert von Stiftung Kunstfonds, der VGH Stiftung, dem LV Soziokultur Niedersachsen.

14.10.21, 20:30, Veranstaltung

Filmscreening LEVIATHAN in Kooperation mit dem Kino im Sprengel

LEVIATHAN von Lucien Castaing-Taylor und Véréna Paravel, USA, F, GB 2012, 87 min., OmU, digital

Als Teil von Wir stolperten den Hügel hinab und begegneten einer Form zeigen der Kunstverein Langenhagen in Zusammenarbeit mit dem Kino-im-Sprengel den Film LEVIATHAN im Kino-im-Sprengel, Klaus-Müller-Kilian-Weg 1, 30167 Hannover.

In einem einzigen Bilderrausch fängt LEVIATHAN den Zusammenprall von Mensch, Natur und Maschine ein, mit anderen Worten: von Humanem, Ökologischem und Industriellem.

Ein Jahr verbrachten Castaing-Taylor und Paravel filmend mit Hochseefischern aus New England auf dem Meer. Das Porträt der Fischereiarbeit, das daraus hervorging, steht in der alten Tradition, Fischerleute als Motiv für Bilder zu benutzen. Und dennoch widersteht der Film jedweder Romantisierung und dem Anthropozentrismus, die oftmals mit dieser Tradition einhergehen. Er evoziert vielmehr eine weniger emotionale Beziehung zwischen Mensch und Ozean sowie eine in ästhetischer und ontologischer Hinsicht gleichwertige Gewichtung von Humanem, Ökologischem und Industriellem. In den gleichen Gewässern, in denen Melvilles Pequod Moby Dick jagte, fängt Leviathan den Zusammenprall von Mensch, Natur und Maschine ein. Mit einem Dutzend Kameras gedreht – die herumgeschleudert und angebunden sowie von Fischer zu Filmemacher gereicht wurden – entsteht das kosmische Porträt eines der ältesten Unterfangen des Menschen.

"Die Menschheit ist vom Meer besessen. [...] Es verhandelt die Grenze zwischen Leben und Tod, Oben und Unten, Luft und Wasser. [...] Es ist unendlich schön – wenn auch beunruhigend tief." (Lucien Castaing-Taylor, Véréna Paravel)

Der Eintritt beträgt, 5 Euro; mit Hannover-Aktivpass oder Behindertenausweis 2,50 Euro, Begleitperson frei.

Kino-im-Sprengel, Klaus-Müller-Kilian-Weg 1, 30167 Hannover

19.11.21, 19:00 - 22:00, Veranstaltung

Konzert: melaTONin. Ein Schlafzyklus in Musik und Raum

Schlaf ist ein Hineinkriechen des Menschen in sich selbst. Friedrich Hebbel Schlaf ist ein Hineinkriechen des Menschen in sich selbst. Friedrich Hebbel

Jeder Mensch verbringt ein Drittel seines Lebens im Schlaf. Nacht für Nacht tauchen wir in einen unbekannten, rätselhaften und zuweilen beängstigenden Zustand ein. Abgeschirmt von der Welt, schutzlos und allein mit uns selbst. Was geschieht mit uns wenn wir schlafen? Warum schlafen wir überhaupt? Diese Fragen gehören wohl zu den ältesten der Menschheit. Während wir äußerlich friedlich schlummern und in unseren Träumen fantastische Welten erkunden, beginnt im Inneren ein außergewöhnlicher Prozess, der Nacht für Nacht der gleichen Dramaturgie folgt. Während wir schlafen, durchleben wir mehrere 75 bis 90 Minuten lange Zyklen aus Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf (rapid eye movement). Um jedoch überhaupt in diese Schlafphasen eintauchen zu können, benötigen wir die Produktion eines bestimmten Hormons, das den menschlichen Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Das Schlafhormon. Melatonin. In melaTONin durchlebt das Publikum einen Schlafzyklus mit all seinen Phasen. Einschlaf-, Leichtschlaf-, Tiefschlaf- und REM-Phase werden übersetzt in eine außergewöhnliche Konzeption aus Raum, Klang, Text und Videoinstallation. Dabei verbinden sich Volks- und Kunstlieder - passend zur jeweiligen Schlafphase und speziell für die außergewöhnliche Besetzung bestehend aus zwei tiefen Frauenstimmen und Akkordeon arrangiert - mit zeitgenössischen Akkordeonwerken, Lyrik und Texten aus der Schlaf-forschung zu einem ganzheitlichen Aufführungskonzept. Raumfüllende bis raumauflösende Videoinstallationen, mal schemenhaft gezeichnet oder verstörend real schaffen dabei die Verschmelzung zwischen Klang und Raum und eröffnen neue Möglichkeiten des Hörens und Wahrnehmens.

trio.s s.usan jebrini - Mezzosopran s.onja catalano - Alt goran s.tevanović - Akkordeon Manuela Hartel - Videokunst Grazyna Przybylska - Bewegung Christian Nolte - Arrangements s.usan jebrini und s.onja catalano - Idee // Konzept // Entwicklung

Projektträger: Raumklangkunst e.V.

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Dauer: ca. 70 Minuten Einlass: 20 Minuten vor Beginn

Ticketpreise melaTONin: 22 € // ermäßigt 16 € // Fördern & Gewinnen 50 €  Fördern & Gewinnen: Das Fördern & Gewinnen Ticket beinhaltet das Konzertticket, die Förderung des trio.s und die Möglichkeit ein Hauskonzert zu gewinnen. Die Verlosung findet am 12.12.2021 statt. Der Gewinner/Die Gewinnerin wird per Mail benachrichtigt.

Tickets unter: 0176 70620772 und tickets@trios-music.de

Folgende Angaben werden benötigt:

Datum + Uhrzeit des Wunschtermins Anzahl der Tickets Namen und Adressen (zur Corona Kontaktverfolgung) Über die geltenden Hygieneregeln informieren wir vorab per Email

Es gelten die aktuellen Hygieneregeln (3G, Maske bis zum Sitzsack, Abstand halten)

Freie Sitzsackwahl.